Zum Auftakt der Fair Finance Week in Frankfurt hat Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer die Finanzbranche an ihre “dienende Funktion” erinnert. Bei jedem ihrer Geschäfte müssten Banken sich die Frage stellen, ob ein Geschäft diese Funktion habe. Kerngeschäft der Finanzinstitute sei es, das Geld dorthin zu leiten, wo es gebraucht werde. Von dieser zentralen Tätigkeit dürften sich die Banken nicht entfernen. Die Fair Finance Week wird vom Fair Finance Network Frankfurt, bestehen aus der Evangelischen Bank, der GLS Bank, Oikocredit Hessen-Pfalz und der Triodos Bank organisiert. Übergreifendes Thema der Veranstaltungswoche ist die Frage nach der Rolle des Gelde für ein gute Leben.
Nachhaltigkeit definierte Schäfer als Gerechtigkeit zwischen den Generationen. “Die jetzige Generation muss die Folgen ihres Lebensstils vor Augen geführt bekommen”, sagte der Finanzminister. Sie dürfe nicht zulasten zukünftiger Generationen leben und müsse sich immer wieder fragen, was sie sich “leisten” könne. Die Fair Finance Week mache deutlich, dass die Finanzindustrie eine Verantwortung trage “für das Wohl und gute Leben aller”, ergänzte Schäfer.
Im Zentrum des ersten Abends der Fair Finance Week stand die Frage, ob Social beziehungsweise Green Impact Investments unsere Gesellschaft gerechter machen können. Es diskutierten Prof. Dr. Bernhard Emunds von der Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt, Joachim Fröhlich, Generalbevollmächtigter der Evangelischen Bank und Dr. Helge Wulsdorf, Vorstandsmitglied des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Die Journalistin Elke Pickartz moderierte den Abend.
Divestment könne nicht mit ethischem Investment verglichen werden, warnte Emunds. Divestment sei nur eine Reaktion der Finanzmärkte auf Vorgaben der Politik. Ethisches Investment gehe viel weiter und erfordere beispielsweise einen Austausch der Investoren mit den Unternehmen.
Die Fair Finance Week des Fair Finance Networks Frankfurt findet dieses Jahr vom 14. bis 18. November in der Mainmetropole statt. Nachhaltigkeit, Transparenz und Finanzgeschäfte, die der Gesellschaft dienen, sind die gemeinsamen Zielsetzungen des Fair Finance Networks. Die Fair Finance Week stellt als Veranstaltungswoche ein Ergänzungsangebot zur Euro Finance Week, dem traditionellen Branchentreffen von Banken und Finanzinstituten, dar. Letzteres findet ebenfalls vom 14. bis 18. November in Frankfurt statt. Während sich die Euro Finance Week speziell an ein Fachpublikum wendet, sind zur Fair Finance Week ausdrücklich alle eingeladen, an den verschiedenen Themenabenden teilzunehmen und mitzureden.

Diskutiert wird an fünf Abenden, an fünf Orten mit fünf unterschiedlichen Gastgebern. Der Abend der Triodos Bank findet am Donnerstag statt. Wir betrachten die Rolle des Geldes in unserer Gesellschaft aus fünf Perspektiven mit fünf unterschiedlichen Menschen: Zum Beispiel wird uns Rainer Voss, ehemaliger Investmentbanker und Protagonist des preisgekrönten Dokumentarfilms “Master oft the Universe“, seine Sicht auf die Finanzwelt und die Finanzkrise darlegen. Einen anderen Einblick liefert Holger Thiesen. Der Ex-Handballprofi, Architekt, Querdenker und Spieleerfinder lebte eine Zeit lang ohne Geld. Neben Voss und Thiesen werden Reinhold Vollmer, Josephine de Zwaan von der Triodos-Stiftung SAAT und der Pastor der Frankfurter Nazarener Kirche, Wolfgang Schwarzfischer, unsere Gäste sein.
Wir werden an dieser Stelle über jeden Abend der Fair Finance Week berichten. Sie möchten nicht nur lesen, sondern an einem oder mehreren Abenden live vor Ort sein? Gerne, wir freuen uns auf Sie! Anmelden können Sie sich hier.
Es kommt etwas in Bewegung
Alle drei Panelisten waren sich einig, dass am Investmentmarkt “etwas in Bewegung kommt”. Anzeichen hierfür seien Bewegungen der großen Spieler, wie etwa des us-amerikanische Vermögensverwalters Blackrock. Letzterer hatte kürzlich Investoren dazu aufgerufen, den Klimawandel bei ihren Investments mitzuberücksichtigen. Das Stichwort hierfür heißt Divestment. Es bezeichnet den Vorgang, wenn Investoren sich aus klimaschädlichen Aktien – wie beispielsweise Wertpapiere von Kohlekonzernen – zurückziehen und “deinvestieren”.
Divestment könne nicht mit ethischem Investment verglichen werden, warnte Emunds. Divestment sei nur eine Reaktion der Finanzmärkte auf Vorgaben der Politik. Ethisches Investment gehe viel weiter und erfordere beispielsweise einen Austausch der Investoren mit den Unternehmen.

Die Fair Finance Week des Fair Finance Networks Frankfurt findet dieses Jahr vom 14. bis 18. November in der Mainmetropole statt. Nachhaltigkeit, Transparenz und Finanzgeschäfte, die der Gesellschaft dienen, sind die gemeinsamen Zielsetzungen des Fair Finance Networks. Die Fair Finance Week stellt als Veranstaltungswoche ein Ergänzungsangebot zur Euro Finance Week, dem traditionellen Branchentreffen von Banken und Finanzinstituten, dar. Letzteres findet ebenfalls vom 14. bis 18. November in Frankfurt statt. Während sich die Euro Finance Week speziell an ein Fachpublikum wendet, sind zur Fair Finance Week ausdrücklich alle eingeladen, an den verschiedenen Themenabenden teilzunehmen und mitzureden.
Diskutiert wird an fünf Abenden, an fünf Orten mit fünf unterschiedlichen Gastgebern. Der Abend der Triodos Bank findet am Donnerstag statt. Wir betrachten die Rolle des Geldes in unserer Gesellschaft aus fünf Perspektiven mit fünf unterschiedlichen Menschen: Zum Beispiel wird uns Rainer Voss, ehemaliger Investmentbanker und Protagonist des preisgekrönten Dokumentarfilms “Master oft the Universe“, seine Sicht auf die Finanzwelt und die Finanzkrise darlegen. Einen anderen Einblick liefert Holger Thiesen. Der Ex-Handballprofi, Architekt, Querdenker und Spieleerfinder lebte eine Zeit lang ohne Geld. Neben Voss und Thiesen werden Reinhold Vollmer, Josephine de Zwaan von der Triodos-Stiftung SAAT und der Pastor der Frankfurter Nazarener Kirche, Wolfgang Schwarzfischer, unsere Gäste sein.
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