Welche Farbe hat eigentlich Geld? Für die meisten von uns ist es wohl spontan „Grün“. Ob bewusst oder unbewusst: Hier sind wir durch den angelsächsischen Kulturraum geprägt, in dem Grün aufgrund der Farbgestaltung des US-Dollars (der umgangssprachlich auch „Greenback“ genannt wird) Geld und Wohlstand symbolisiert.

Grün ist aber auch die Farbe der Natur, mit der wir Wachstum, Gesundheit, Glück und Lebendigkeit verbinden. Als Triodos Bank können wir uns mit dieser Bedeutung natürlich sehr gut identifizieren, finanzieren wir doch mit dem Geld, das unsere Kunden uns anvertrauen, unter anderem Umweltprojekte, z.B. zur Nutzung erneuerbarer Energien oder in der ökologischen Landwirtschaft.

Die Triodos Bank aber ist nicht nur eine „grüne Bank“, denn wir finanzieren auch soziale und kulturelle Projekte. Wenn wir das Geld, das uns unsere Kunden anvertraut haben, dafür einsetzen: Was für eine Farbe hat es dann? Rot wie die Wärme in der zwischenmenschlichen Beziehung zwischen Pflegebedürftigen und Pfleger? Gelb wie das Lachen von Kindern auf dem Schulhof? Blau wie in der Kunst, die sich kritisch oder spielerisch mit unserer Gesellschaft auseinandersetzt?

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. Daher hat auch Geld für uns nicht nur eine, sondern viele verschiedene Farben. Und diese Farbe(n) bestimmen wir als Gesellschaft durch den Zweck, für den wir es einsetzen. Geld muss nicht Teil eines fehlgeleiteten Kapitalismus sein. Geld ist ein Mittel. Es steht also immer für das, was wir mit ihm und aus ihm machen; es ist vielfältig einsetzbar ─ bei der Triodos Bank, aber auf jeden Fall immer für eine nachhaltige Zukunft.

Georg Schürmann, Geschäftsleiter Triodos Bank Deutschland